Ayers Rock – Wahrzeichen Australiens
Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

Der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark befindet sich in Zentralaustralien und wurde 1958 gegründet. Er umfasst ein 1326 Quadratkilometer großes Gebiet im Kernland Australiens und schließt die Berge Uluru und Kata Tjuta mit ein. Diese sind im deutschen Sprachraum eher noch unter den früheren Namen Ayers Rock und Mount Olga bekannt. Uluru (Ayers Rock) ist eines der wichtigsten Wahrzeichen des australischen Kontinents. Uluru und Kata Tjuta sind ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen. Die Erkundung des Gebiets durch westliche Siedler erfolgte erst im 19. Jahrhundert. Für die australischen Ureinwohner dagegen ist Uluru bereits seit sehr langer Zeit als kultureller und mystischer Ort von großer Bedeutung. Die Ureinwohner, welche sich selbst als Anangu bezeichnen, erlangten das für sie heilige Gebiet um den Ayers Rock im Jahr 1985 zurück, mussten es aber zugleich für 99 Jahre an den australischen Staat verpachten. Der Nationalpark steht nun unter gemeinsamer Aufsicht und soll den Erhalt der Natur und der Kultur der Anangu sichern. Seit 1987 gilt das Gebiet als Weltnaturerbe, seit 1994 darüber hinaus als Weltkulturerbe, und 1995 wurde der Park mit der höchsten Auszeichnung der UNESCO, der Picasso-Goldmedaille, geehrt. Aufgrund der enormen Bedeutung des Gebiets für die Anangu müssen sich Touristen an gewisse Regeln halten, dürfen zum Beispiel bestimmte heilige Orte nicht betreten und nur eingeschränkt Foto- und Videoaufnahmen durchführen. Für die Anangu steht der Uluru in engem Zusammenhang mit ihrem Glauben zur Entstehung der Welt und der Herkunft ihrer Kultur, der Traumzeit-Mythologie.


