Gondwana-Regenwälder

Die Gondwana-Regenwälder befinden sich an der Ostküste Australiens und erstrecken sich über die Staaten New South Wales und Queensland. Sie gelten aufgrund ihrer besonderen geologischen Formationen und den vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten als schützenswert und sind außerdem von besonderem wissenschaftlichem Interesse.
Fossile Pflanzenfunde zeigen, dass es in den Gondwana-Regenwäldern heute noch Pflanzen gibt, die schon zu Zeiten des Superkontinents Gondwana existierten. Diese Tatsache führte dazu, dass der Name der Regenwälder im Osten Australiens 2007 in „Gondwana-Regenwälder“ geändert wurde.

In den Gondwana-Regenwäldern befinden sich die größten Flächen mit subtropischem Regenwald weltweit, außerdem findet man hier auch gemäßigten Regenwald. Nur wenige Orte auf der Welt können so viele Tiere und Pflanzen aufweisen, die noch so viel Ähnlichkeit mit ihren fossilen Vorfahren haben.
Das Schutzgebiet, das zum Welterbe zählt, besteht aus verschiedenen Bereichen, in denen sich eine ganze Reihe von Nationalparks befinden. In ihnen findet man über 200 seltene oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Viele dieser Arten findet man nur an wenigen Plätzen und in weit auseinander liegenden Populationen. In einem Bereich des Schutzgebiets trifft man außerdem auf die höchste Konzentration von Frosch-, Schlangen-, Vogel- und Beuteltierarten in ganz Australien. Neben der außerordentlich facettenreichen Fauna und Flora sind die Gondwana-Regenwälder auch für ihre landschaftliche Schönheit bekannt. Hier kann man Flüsse, Gebirgslandschaften, tiefe Schluchten, hohe Wasserfälle und Krater, die vulkanischen Ursprung haben, entdecken.